Vercel-ready • geführte Eingabe • mehrere Methoden

Heizlast berechnen – schnell überschlägig oder deutlich genauer.

Dieses Tool führt auch Einsteiger durch typische Eingaben, zeigt Beispiele und erklärt, warum Werte relevant sind. Es ersetzt keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, bringt dich aber für Vorplanung, Wärmepumpen-Vorauswahl oder Heizkörper-Checks sehr nah an eine belastbare Größenordnung.

So nutzt du den Rechner sinnvoll

  • Schritt 1: Starte mit der überschlägigen Methode, wenn du nur Fläche, Gebäudestand und vielleicht deinen Verbrauch kennst.
  • Schritt 2: Nutze die detaillierte Variante, wenn du U-Werte, Flächen und Lüftung grob abschätzen kannst.
  • Schritt 3: Vergleiche die Ergebnisse. Liegen alle Werte nah zusammen, ist deine Größenordnung meist schon sehr brauchbar.
  • Wichtig: Für Förderanträge, exakte Auslegung oder Haftung bleibt die DIN- Berechnung durch Fachplanung unverzichtbar.

Beispielwerte zum schnellen Start

Beispiel Einfamilienhaus

145 m², teilmodernisiert, 2,55 m Raumhöhe, 18.000 kWh Heizenergie/Jahr.

Beispiel Altbau

120 m², 3,00 m Raumhöhe, unsaniert – eher mit 130 bis 160 W/m² rechnen.

Beispiel moderner Neubau

160 m², gute Hülle – oft eher 35 bis 55 W/m² statt klassischer Altbauwerte.

Schnelle Ermittlung

Überschlägige Heizlast

Hier kombinierst du drei etablierte Näherungen: Fläche, Volumen und – falls vorhanden – den realen Energieverbrauch.

Wohnflächen-Methode

14.5 kW

Sehr schnell und gut für eine erste Größenordnung.

145 m² × 100 W/m² × Klimafaktor 1

Volumen-Methode

14.8 kW

Berücksichtigt die Raumhöhe und passt oft besser bei Altbauten.

370 m³ × 40 W/m³ × Klimafaktor 1

Verbrauchs-Methode

7.7 kW

Hilfreich, wenn reale Verbrauchsdaten des Gebäudes vorliegen.

15300 kWh/Jahr ÷ 2000 Vollbenutzungsstunden

Gemittelter Richtwert

12.3 kW

Der Durchschnitt glättet Ausreißer einzelner Näherungen und ist oft ein guter Startwert für Gespräche mit Heizungsbauern oder zur Vorauswahl einer Wärmepumpe.

Gebäudehülle + Lüftung

Detailliertere Gebäudeabschätzung

Diese Variante nähert sich der DIN-Logik an: Transmissionsverluste über Bauteile plus Lüftungsverluste, ergänzt um pauschale Zuschläge.

Transmissionsverluste

3.9 kW

Wärme, die über Wände, Fenster, Dach und Boden nach außen verloren geht.

Lüftungsverluste

1.9 kW

Abhängig von Luftwechsel, Volumen und Temperaturdifferenz.

Zuschläge

0.8 kW

Enthält pauschal Wärmebrücken- und Aufheizzuschläge.

Detaillierter Gesamtwert

6.6 kW

Berechnet mit ΔT = 31 K und einem Gebäudevolumen von 370 m³.

Ergebnis-Mix

Zusammengeführte Empfehlung

Wenn du mehrere Methoden nebeneinander betrachtest, erhältst du ein robusteres Gefühl für die echte Heizlast. Für die erste Geräteauswahl kannst du meist mit einer realistischen Zielspanne statt mit nur einer Zahl besser arbeiten.

Orientierungsbereich6.6 kW14.8 kW

Liegt der detaillierte Wert deutlich über den Überschlagsmethoden, prüfe vor allem U-Werte, Flächen und Luftwechsel. Liegt der Verbrauchswert stark darunter, kann dein bisheriges Nutzungsverhalten sparsamer als der Auslegungsfall sein.

Methodenvergleich

Visualisierung

Wohnflächen-Methode14.5 kW
Volumen-Methode14.8 kW
Verbrauchs-Methode7.7 kW
Detailliert6.6 kW

Wichtige Einordnung

Der Rechner ist bewusst didaktisch aufgebaut: Er soll dich leiten, typische Werte greifbar machen und mehrere Perspektiven zusammenführen. Für die finale Auslegung einer Wärmepumpe, eines Kessels oder einzelner Heizflächen solltest du die Ergebnisse immer mit einer fachlichen Prüfung und – wenn nötig – einer normgerechten Heizlast nach DIN EN 12831 absichern.